Demonstrationstourismus

Seit ich hier in Mitte wohne, bekomme ich regelmäßig Demonstrationen auf der Leipziger Straße mit. Im Gegensatz zum „Disneyland“-Prenzlberg fühle ich mich so etwas mehr in der gesellschaftlichen Gesamtrealität verankert. So bekommt man ein Gefühl für die Anliegen und die Größe einer bestimmten Interessengruppe: Genau das soll eine Demonstration ja schließlich kommunizieren. Letztens die Bildungsdemo, vor längerer Zeit die deutschen Milchbauern und heute ein Korso aus hupenden Taxi-Fahrern. Kurz Google News angeschmissen und schon ist man über das Thema der Demo informiert: Die Taxifahrer sind gegen zusätzliche Gebühren, die schließlich durch einen höheren Taxitarif von den Kunden bezahlt werden sollen. Und es gibt viele, nein sehr viele Taxifahrer in Berlin… der Korso endet ja gar nicht mehr.

Ich befürchte man wird hier in den nächsten Monaten und Jahren wieder mehr Demonstrationen verfolgen können als in der Vergangenheit. Ich bleib -zusammen mit Google- dran!

2 thoughts on “Demonstrationstourismus

  1. vom büro aus habe ich direkten blick auf den molkenmarkt(das rote rathaus).

    bei mir kribbelt der googlefinger immer, wenn die staatskarossen vorbeifahren. die „wer ist gerade zu besuch“-frage… unter 5 begleitmotorrädern braucht man aber gar nicht nachzusehen.

  2. na wenn sie nicht mehr taxi fahren koennen sollen sie doch mit dem helikopter fliegen!

    frei nach: jean-jacques rousseau (nein es war NICHT marie antoinette…)

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