„German Kleinigkeit“

Werbung polarisiert mich immens, deshalb folgt jetzt eine noch viel zu kurze bitterböse Liste an Werbespots, die ich einfach nicht ausstehen kann:

German Kleinigkeit – und Amis, die sich anscheinend so über das zeitgeisty Ferrore Rafaello in Gänsefüßchen freuen, daß einem schlecht werden könnte. Klappt auch prima ohne Schokolade.

Deutschländer? Wie war das noch gleich? Achja. Die heißen so, weil das beste aus deutschen Landen drin steckt: Nürnberger, Frankfurter und Wiener. Ähm – Wiener. Ja, nee – is klar!

Oh wie schön: die T-Com hat das mobile Internet (sie nennen´s web´n´walk) erfunden. Wurde ja auch langsam Zeit. Dazu noch eine Kunstfigur mit zweifelhaft authentischer Website (finds selber raus – no support for that), die mit einiger Mühe (inhaltlicher und rechtlicher) auf den Weg gebracht wurde.

Geiz ist geil? Ich bin doch nicht blöd! Einmal mehr der Beweis dafür, daß junge, schöne, erfolgreiche und schlaue Menschen sich (gar und überhaupt) nicht damit beschäftigen sollten Marken medial anzumalen, sondern stattdessen der Welt mal so richtig wirklich Gutes anzutun mit ihrer ganzen positiven Ideenenergie. So rein aus Selbstlosigkeit. Ich wär allen unendlich dankbar – schließlich ist ja jeder Deutschland!

Kandis, Salbei, Lindenblüten und Vitamin C

Herbstalarm! Die Vogelgrippe geht rum. Da hilft nur ein Griff in die Hausapotheke: viel Lindenblütentee trinken, bei Halsweh gerne auch Salbeitee (schmeckt übelst), Unmengen an Vitamin C schlucken und natürlich Decke bis über beide Ohren und schwitzen, schwitzen, schwitzen.

Für ganz Mutige: ein Sud aus Zwiebeln, Salbei und Kandiszucker bringt einen schnell wieder auf die Beine! Hab das selbst aber nicht probiert – genaue Mengenangaben muß ich mir nochmals sagen lassen…

Friedhof im Herbst

Heute mit unserem Besuch die wenigen Nicht-Regenstunden genutzt und zum jüdischen Friehof in Pankow gefahren, um dort 2 Stunden im herbstlichen Laub um die Gräber zu schlendern.

Friedhof im Herbst

Man findet so wunderbare Vornamen auf den Grabsteinen:
Fanny, Sally, Täubchen, Salo oder Hirsch!

Harry Hirsch der rasende Reporter?

ps — Neue Pseudonyme für Gefährtin und mich gefunden:
Bernhardine Berg & Salo Cassierer.

Mehr Bilder in mac’s Flickr Stream

Privat-Radio

Mit Radiosendern tue ich mich schon immer schwer: irgendwas nervt immer! Morgens höre ich gelegentlich Radio 1 bis mir die Musikauswahl auf den Sender geht, wenn ich nachts durch Berlin fahre gerne auch Jazzradio bis die ersten langweiligen Freejazz-Stücke kommen. Aber an das was die Österreicher mit FM4 haben kommt Berlin leider nicht mal annähernd ran. Motor FM war ein tolles Experiment, wurde aber inzwischen zumindest tagsüber von einem Kindersender abgelöst. Mit Internetradios hab ich mich bisher nur wenig beschäftigt – ja ich weiss dass FM4 auch gestreamt wird.

Jedenfalls probiere ich seit gestern meine privaten Radiostationen aus und hab viel Spass daran: Nach Eingabe einer Band bastelt Pandora mit Hilfe des „Music Genome Project“ eine Auswahl an Stücken die mir gegfallen könnten. Das ganze wird dann auch in sauberer Qualität direkt ins Flash gestreamt und läuft momentan laut im Hintergrund. Meine „Mogwai“-Station hat mir jedenfalls in der letzten halben Stunde viel Spass gemacht. Durch kontinuierliche Bewertung der laufenden Songs („I like that shit“ / „Fuck Off“) werden die zukünftig angebotenen Songs scheinbar noch etwas besser. Jedenfalls kann man das 10 Stunden for free ausprobieren was ich jedem von euch mit DSL und guten Lautsprechern nur sehr empfehlen kann. Wenn es mir weiterhin so gut gefällt werde ich mir das Jahresabo für 36$ besorgen.

Pandora – Try it out!

Ich möchte keine Zielgruppe sein

Aber ich bin eine.
Ich war seit sehr langer Zeit mal wieder im geiz-ist-geil (*rrrgh*!) Kaufhaus am Alexanderplatz und bin dort durch die Musikabteilung geschlendert. Ich habe mir ein paar Sachen angehört, mich informiert wie die Top-50 Deutschlands aussieht, vergeblich nach der Introduced-DVD gesucht, eine tolle DVD vom Monica-Label gefunden bei deren Aufnahme ich zufällig im Publikum sass, und bin dann in die Schlange zur Kasse vorgerückt.

Als Quängelware stand direkt an der Kasse eine große „Nice-Price“-Auslag die mich schwer umgehauen hat. Da lag ziemlich genau der Querschnitt an Alben die ich für die Besten aus den späten 90ern halte: Pixies‘ „Doolittle“, „Londinium“ von Archive, Portisheads „Dummy“, die Erste von Mouse on Mars und Sigur Ros oder die fast komplette Diskographie von Mogwai. Alles für um die 8 Euro pro CD. Knappe 70% der CDs dürften sich auch in meinem Plattenschrank im Wohnzimmer finden…

Also bin ich jetzt in der Saturn-Kernzielgruppe angekommen. Cheers.

Keine Zielgruppe

Leben und Erleben durch Blogging

Ein Gedanke der mich heute angefallen hat: ich sehe in diesem Weblog die Chance intensiver zu leben und zu erleben. Dataloo ist auch die Hoffnung meine Wahrnehmung zu schärfen, mehr zu hinterfragen, bewusster zu sehen und neue wirre Gedanken zu schaffen. Irgendwoher muss der Content für dieses Experiement ja kommen…