Stasi 2.0 Shirt Spendenaktion läuft noch bis Ende Juni 2007

Es gibt Erfreuliches zu berichten:

durch die Schäublone-Stasi-2.0-Shirt-Spendenaktion sind inzwischen mehr als 10.000 Euro zusammengekommen: rund 1500 Shirts = rund 2600 Euro Spendenanteil dataloo + rund 7500 Euro Spendenanteil Spreadshirt (Stand: 22.06.2007).

Ich finde, es ist jetzt an der Zeit diesen Batzen Geld dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zukommen zu lassen, so dass damit dieses Jahr noch gut gegen die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung gearbeitet werden kann. Aus diesem Grund hab ich mich entschiede, die Spendenaktion noch bis Ende Juni 2007 laufen zu lassen, um dann das bis dahin gesammelte Geld endlich zu spenden.

Übrigens: wer noch an der Online-Demo „Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!“ teilnehmen möchte, sollte sich auf der Online-Demo-Seite kundtun und sich auch diese Buttons auf die Seite packen.

Und weiterhin gilt: informiert euch, informiert andere und handeltes gibt viel was ihr tun könnt. Versprecht es!

[UPDATE]

Spendenaktion läuft weiter. Mehr…

Fete de la Berlin

Morgen findet ja wieder mein Lieblingsfest in Berlin statt: Bei der Fete de la Musique spielen zahlreiche gute und schlechte Bands draußen auf den Straßen, und nach 22 Uhr auch drinnen in diversen Clubs. Alles für Umme. Als ich noch festangestellt war, hab ich mir zur Fete (also am 21. Juni) immer mindestens den halben Tag frei genommen, damit ich schon mittags von Gig zu Gig radeln konnte. Da ich nun selbständig bin, habe ich mal bei meinem Boss angefragt, und von mir für morgen Mittag frei bekommen – Auch wenn das Wetter wohl nicht so ungetrübt wie in den letzten 8 Jahre werden soll.

Bühenprogramm für die ganze Stadt [PDF]

(Wahnsinn: Fast jede Band hat ne Myspace-Seite zum reinhören)
Bühnenkarte [PDF]

Hommage an die beste Band der Welt

Nachdem sie mir in den letzten Tagen gleich zweimal begegnet sind, fühle ich mich nun genötigt ein paar Zeilen über Die Ärzte zu schreiben. Am Mittwoch sah ich Farin Urlaub der als Undercover-Gast beim Isis-Konzert in Berlin war. Sein immerblondes Haupthaar war durch eine Baseballmütze getarnt als er direkt neben mir an seinem Mineralwasser nippte. Dann habe ich mich letzte Nacht verzappt und bin beim WDR-Rockpalast gelandet wo es eine Übertragung vom diesjährigen Rock am Ring Festival gab. Die Ärzte kündigen den letzten Song an, und da ich ihn nicht kenne, schalte ich wieder zurück zum aufgenommenen David Lynch Tracks Special. Nach einer Stunde (und Tracks) schau ich noch mal beim WDR rein und die Ärzte spielen immer noch! So kennt man sie: Kein Konzert unter 2 1/2 Stunden.

Wenn ich auch das Schaffen der Ärzte in den letzten 10 Jahren nur marginal beobachtet habe, so bin ich doch ein Ärzte Fan der ersten Stunde („Rotes Kreuz“, „Im Schatten der Ärzte“ und so…). Im Rockpalast musste ich dann feststellen, dass sie Ihre Liveshows wirklich bis zum Maximum perfektioniert haben: Eine irrsinnige Dramaturgie gefüllt mit spontaner Kreativität (Songtext Modifikationen), Blödsinn (Moderationen), Vulgaritäten („Fotzenhammer“), Trash (United!) und echt gut gemachter Musik. Jede noch so alte Textzeile wird neu variiert, aktuell angepasst und Moderation, Blödelei und die eigentlichen Songs werden zu einem undifferenzierbaren Gesamterlebnis. Dabei scheinen Bela, Farin und Rod so aufeinander abgestimmt, dass jeder Break auch wieder mit gemeinsamer Kraft aufgelöst wird. Zum Vergnügen der Fans wird, ohne Scham, jeder spontane Einfall einfach rausgeprustet. Sie haben offensichtlich extrem viel Spaß auf der Bühne. Viel wichtiger noch: Die Ärzte haben und hatten immer eine Haltung. Im Vergleich zu vielem Chart-Trash (den ich glücklicherweise gar nicht mehr kenne) taugen die Ärzte auch heute noch als Vorbildfunktion für freies und kreatives Denken. Man kann sich entweder Farin anschließen (Anti-Alkoholiker, Vegetarier, Nichtraucher, Hyperaktiv) oder es Bela gleich machen (Whiskey, Rotwein und alles was sonst Spaß macht). Jedenfalls haben die Ärzte schon immer Ihr Ding gemacht, und eben nicht das der Musikindustrie, Medien, Fans oder ihrer Bankberater. Es ist erfrischend zu sehen, dass die Ärzte auch in fortgeschrittenem Alter und mit Mega-Erfolg ausgestattet, noch sehr freie Menschen geblieben sind, die sich ihre eigene lebensbejahende Realität weiter ausgebaut haben.

Die Ärzte Live auf YouTube
Die Ärzte im Interview bei Rock am Ring
Die Ärzte Website im ASCII Look

Passive Trunkenheit

Aus dem neuen und ersten Buch „Heimweg“ von Harald Martenstein:

Der Bruder trank ebenfalls fast nur Bier, weil sich mit diesem Getränk die Phase des allmählichen Betrunkenwerdens, die der Kenner mehr schätzt als den statischen Zustand des Betrunkenseins, besser in die Länge ziehen lässt als mit einer Spirituose.[…]

Er befand sich in der schönsten Phase des Betrunkenwerdens, dann, wenn einem noch vereinzelt Gedanken von kristalliner Klarheit gelingen, wenn die Zunge den Befehlen des Gehirns noch im Großen und Ganzen gehorcht, wenn die Betrunkenheit einem noch steigerungsfähig erscheint, aber alles Belastende und Bremsende sich bereits aus dem Gehirn verabschiedet hat.

Sowieso ein schöner Roman.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mal wieder ne Kur mache?

Subaloo 06 – I want to lose it all

Subagas

Track 06: I want to lose it all

[mp3 download]

Nächste Runde in der Blogspielplatte: „I want to lose it all“ von Subagas.
Ein ungestümer Jam mit impulsivem Schlagzeug, Gitarre und dem Ruf nach Freiheit.

06_subagas.jpg

>>> Blogspielplatte „Subaloo“

Die Hoffnung des deutschen Humors

Humor und Deutschland sind zwei Dinge die nicht so einfach zusammengehen, jedenfalls nicht oberhalb der Gürtellinie. „Deutsche Comedy“, das ist ja in sich schon ein Widerspruch! Vermutlich kein Zufall, dass es hier keinen deutschen Begriff (Kleinkunst?!), sondern nur den Anglizismus „Comedy“ gibt. Wenn ich daran denke, dass Figuren wie Stefan Raab oder Michael Mittermeier die Gesichter des deutschen Humors sein sollen, dann läuft es mir kalt den Rücken runter. Ich war geschockt, dass Filme wie „Schuh des Manitu“ oder „Traumschiff Surprise“ in Deutschland so erfolgreich waren. Diese Filme habe ich mir wirklich wohlwollend angesehen: Ich war gut drauf, leicht angetrunken und bereit auch über platte Witze zu lachen, habe aber jeweils nicht mehr als 20 Minuten ausgehalten. Ein Bekannter aus England meinte dazu mal: „When something is gay, it is funny – That’s German humor“. Kein Wunder, dass die Filme im Ausland total gefloppt sind – Hoffentlich spricht mich nie ein Europäer auf diese Machwerke an.

Aber es gibt natürlich auch geistreiche Comedy und guten Humor in Deutschland. Da muss man ja gar nicht so lange suchen: Harald Schmidt natürlich! Tiefen Respekt vor dem Godfather des deutschen Humors – er ist in meinen Augen über jeden Zweifel erhaben. Und natürlich gibt es noch das Duo Grissemann & Stermann, das ich am Samstag mit meiner Begleitung T im Berliner BKA gesehen habe. Obwohl ich sie schon 3 Mal live gesehen habe, bin ich auch diesmal wieder zwischen Lachattacke und Prust-Anfall gependelt. Ungewohnt war nur, dass Dirk Stermann nicht mehr raucht (auf der Bühne) und Christoph Grissemann nicht mehr trinkt (auf der Bühne). Grissemann + Stermann sind die Hoffnung des deutschen Humors (auch wenn einer Österreicher ist) und ich bin gespannt auf ihren ersten Kinofilm „Immer nie am Meer“ der eine phantastische Geschichte erzählt: Am Anfang kommen die Beiden (mit Beifahrer Heinz Strunk auf dem Rücksitz) mit dem Fahrzeug von der Strasse ab und brettern in ein Waldstück. Die Karosserie ist allerdings so verkeilt, dass keiner mehr aussteigen kann und die restlichen 90 Minuten des Films im Auto stattfinden. Super Knalltüten-Idee würde ich sagen.

Für alle Grissemann + Stermann Anfänger:
G+S primitiv über Biolek (Audio)
G+S Tourette (Audio) – Dranbleiben und abwarten!
G+S für Fußballfans

Überwacht die Überwacher der Überwacher!

Political contribution networks

Eine prima Idee den US-Politikmarkt zu dokumentieren: Unfluence. Erinnert sehr an das legendäre, aber leider nicht mehr aktuelle They Rule, das Daten der freien Wirtschaft mit denen von opensecrets verknüpft. mehr…

Einen ähnlichen Ansatz für Deutschlands Politiklandschaft verfolgt Lars Burghard mit seinem Projekt der Politischen Datenbank für Parteienfinanzierung. Es fehlt dort allerdings noch an einer zusätzlichen Verknüpfung von Parteien, Firmen, Verbänden, Gewerkschaften, etc. und das auch auf der personellen Ebene. Auch das sollte machbar sein.

Und wie sieht das ganze EU-weit aus?

Konzert: Zukunft und die Lichter – Junction Bar

Zukunft und die Lichter spielen wieder:

Liebe Freundinnen und Freunde der akustischen Popmusik deutscher Sprache,

ein „Pflichtbesuch“ von
Zukunft und den Lichtern
steht an.

Am 3.05.07 um 21 Uhr (pünktlicher Beginn)
spielen wir in der Junction Bar.
Wir bringen euch Musik, Freude und Gefühl und dafür bringt ihr jeder fünf Euro mit.

Bis dahin und besten Gruß
Sebastian

Hier gibt´s einen Song zum Vorhören. Oder dort.